Sport

Das größte Erlebnis beim Segelfliegen ist für die meisten Piloten das Überlandfliegen. Dabei entfernt sich der Pilot mit seinem Flugzeug aus dem Gleitwinkelbereiches des heimatlichen Flugplatzes. Er ist darauf angewiesen immer wieder rechtzeitig Thermik zu finden, um mit deren Hilfe wieder die Höhe zu tanken, die er im anschließenden Geradeausflug in Strecke umsetzt. Auf diese Art und Weise lassen sich - entsprechende Wetterbedingungen vorausgesetzt - durchaus große Strecken zurücklegen.

Schon im Rahmen der Ausbildung muss der angehende Segelflupilot einen 50km Streckenflug planen und eigenverantworlich durchführen. Von unserem Gelände aus geht dieser Flug - je nach vorherrschender Windrichtung - üblicherweise in südwestlicher Richtung zum Klippeneck oder nach Osten zum Flugplatz Aalen-Elchingen.

Die Dokumentation dieser Flüge erfolgt heutzutage auf der Basis der GPS-Technologie. Flugrekorder zeichnen die wesentlichen Parameter eines Fluges (Koordinaten und Höhe) auf und speichern diese digital. Nach dem Flug kann die Log-Datei ausgelesen und auf spezielle Wertungsserver im Internet übertragen werden. Minuten später ist die Flugstrecke berechnet und kann in einer Karte visualisiert werden.

Viele Piloten fliegen aus reinem Genuss überland. Man kann diese Fliegerei aber auch unter dem sportlichen Aspekt betreiben. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungen

  • Die Flüge werden immer weiter ausgedehtn, mit dem Ziel möglichst große Strecken zu fliegen. 300km, 500km, 750km und 1000 km sind dabei markante, dem jeweiligen Leistungsstand entsprechende Ziele.
  • Andere messen sich auf zentral durchgeführten Wettbewerben wie dem alljährlich stattfindenden Hahnweide-Wettbewerb.
  • Die neueste Wettbewerbsform im Segelflug ist die Bundesliga. Hier messen sich an den Wochenenden Vereinsmannschaften im Vergleich der schnellsten Flüge